Glossar
Begriffe rund um Fütterung, Ausstattung und Alltag mit Hund kurz erklärt.
Die Erklärungen ersetzen keine tierärztliche Beratung.
- BARF
- Abkürzung für „biologisch artgerechtes rohes Futter“. Der Hund bekommt rohes Fleisch, Innereien, Knochen und einen Anteil Gemüse und Obst statt Fertigfutter. Die Ration muss sorgfältig zusammengestellt werden. Wie du anfängst, steht im Ratgeber BARF für Anfänger.
- Ruheenergiebedarf (RER)
- Die Energie, die ein Hund in Ruhe für die Grundfunktionen des Körpers braucht. Üblich ist die Formel 70 × Körpergewicht in kg hoch 0,75, Ergebnis in Kilokalorien pro Tag. Daraus berechnet der Futterrechner.
- Erhaltungsbedarf (MER)
- Der gesamte Energiebedarf eines Hundes pro Tag. Er ergibt sich aus dem Ruheenergiebedarf mal einem Faktor für Lebensphase, Aktivität und Kastration und liegt bei erwachsenen Hunden meist beim 1,4- bis 1,8-Fachen.
- Energiedichte
- Wie viel Energie ein Futter enthält, meist in kcal pro 100 g oder pro kg. Sie steht bei vielen Futtern auf der Verpackung oder lässt sich beim Hersteller erfragen. Trockenfutter liegt meist bei 340 bis 400 kcal pro 100 g, Nassfutter wegen des Wassers deutlich darunter.
- Body Condition Score
- Eine Skala, mit der Tierärztinnen und Tierärzte die Figur eines Hundes einschätzen, meist von 1 bis 9. Ideal ist 4 bis 5: Die Rippen sind leicht zu ertasten, von oben ist eine Taille zu sehen. Mehr dazu im Artikel Hund mit Übergewicht.
- Rohe fleischige Knochen (RFK)
- Rohe Knochen mit Fleisch daran, etwa Hühnerhälse oder Brustbein, die beim BARF Kalzium und Phosphor liefern. Gekochte Knochen splittern und sind tabu.
- Pansen
- Ein Teil des Rindermagens, der beim BARF häufig verfüttert wird. Ungewaschener grüner Pansen riecht streng, wird von vielen Hunden aber gern gefressen.
- Y-Geschirr
- Ein Brustgeschirr, dessen Gurte vor der Brust ein Y bilden. Das Brustbein trägt den Zug, die Schultern bleiben frei. Welche Geschirre es gibt, zeigt der Geschirr-Vergleich.
- Norweger-Geschirr
- Ein Geschirr mit einem waagerechten Gurt vor der Brust und einem Bauchgurt. Es lässt sich schnell anziehen, der Brustgurt kann bei manchen Hunden aber über die Schulter laufen.
- Schleppleine
- Eine lange Leine, meist 5 bis 15 m, die am Geschirr befestigt wird. Sie gibt dem Hund Freiraum, während du ihn beim Rückruftraining noch sichern kannst. Nie am Halsband verwenden.
- Ladungssicherung
- Nach § 22 und § 23 der Straßenverkehrs-Ordnung muss Ladung im Auto so gesichert sein, dass sie bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver nicht verrutscht. Ein Hund zählt dabei als Ladung. Wie du ihn sicherst, steht im Ratgeber Hund im Auto transportieren.
- IATA-Norm
- Die Vorgaben des Luftfahrtverbands IATA für Transportboxen im Flugzeug: stabiles Material, Metalltür, Belüftung von mehreren Seiten und genug Platz, damit der Hund stehen, sich drehen und liegen kann. Die Airline entscheidet im Einzelfall.
- Memory-Schaum
- Ein viskoelastischer Schaumstoff, der sich unter Wärme und Druck dem Körper anpasst und langsam in die Ursprungsform zurückkehrt. Er steckt in vielen orthopädischen Hundebetten.
- Rückruf
- Das Signal, auf das der Hund sofort zu dir kommt. Ein sicherer Rückruf ist Voraussetzung für den Freilauf und wird am besten an der Schleppleine aufgebaut.
- Trennungsstress
- Starker Stress, wenn der Hund allein ist, mit Bellen, Jaulen, Zerstören oder Unsauberkeit. Er lässt sich meist mit kleinen Trainingsschritten abbauen, in schweren Fällen hilft eine Tierärztin, ein Tierarzt oder eine Verhaltenstrainerin. Mehr im Ratgeber Hund alleine lassen.
- Unterwolle
- Die weiche, dichte Fellschicht unter dem längeren Deckhaar. Sie isoliert gegen Kälte und Hitze und wird beim Fellwechsel im Frühjahr und Herbst in großen Mengen abgeworfen. Wie du sie ausbürstest, steht im Ratgeber Fellwechsel beim Hund.
- deShedding-Tool
- Bürste mit einer feinen Klinge, die durch das Deckhaar greift und lose Unterwolle herausholt. Wirksam im Fellwechsel, bei zu häufiger Anwendung aber hautreizend. Welche Bürste zu welchem Fell passt, zeigt die Kaufberatung Hundebürste.
- Leinenführigkeit
- Die Fähigkeit eines Hundes, an lockerer Leine neben oder vor seinem Menschen zu laufen, ohne zu ziehen. Sie wird mit Geduld und Belohnung geübt. Übungen dazu stehen im Ratgeber Hund zieht an der Leine.
- Roll-Leine
- Leine mit Gehäuse, in dem sich ein Seil oder Gurt von 3 bis 10 m selbst aufrollt. Per Taste lässt sich die Länge stoppen. Weil sie ständig leicht zieht, eignet sie sich nicht für das Leinentraining. Mehr in der Kaufberatung Hundeleine.
- Nasenarbeit
- Sammelbegriff für Beschäftigung, bei der der Hund mit der Nase sucht, etwa Futtersuche, Schnüffelteppich oder Fährte. Sie lastet geistig aus und beruhigt viele Hunde. Ideen stehen im Ratgeber Hund beschäftigen.
- Hitzschlag
- Gefährliche Überhitzung des Körpers, wenn der Hund seine Wärme nicht mehr über das Hecheln abgeben kann. Zeichen sind starkes Hecheln, Taumeln und Erbrechen. Ein Hitzschlag ist ein Notfall für die Tierarztpraxis. Vorbeugen erklärt der Ratgeber Hund bei Hitze.
- Zahnstein
- Verhärteter Zahnbelag aus Bakterien und Mineralien, meist gelbbraun am Zahnfleischrand. Er lässt sich nicht wegputzen und wird in der Tierarztpraxis entfernt. Wie du ihm vorbeugst, steht im Ratgeber Hund Zähne putzen.
- Leben (Kralle)
- Blutgefäß und Nerv im Inneren der Kralle. Bei hellen Krallen schimmert es rosa durch, bei dunklen ist es nicht zu sehen. Wer hineinschneidet, verursacht Schmerz und Blutung. Wie du sicher kürzt, steht im Ratgeber Krallen schneiden.
- Antischlingnapf
- Napf mit Erhebungen oder Rillen, zwischen denen der Hund das Futter herausarbeiten muss. Er bremst Hunde, die ihr Futter in Sekunden hinunterschlingen. Modelle zeigt der Vergleich Hundenäpfe.
- Xylit
- Zuckeraustauschstoff, der in zuckerfreien Süßigkeiten, Kaugummi und manchen Backwaren steckt. Für Hunde ist er schon in kleinen Mengen gefährlich. Was Hunde stattdessen naschen dürfen, steht im Ratgeber Obst und Gemüse für Hunde.