Hund mit Übergewicht: erkennen und gesund abnehmen
Hat dein Hund Übergewicht? So prüfst du Rippen und Taille, und so helfen Futterplan und Bewegung beim gesunden Abnehmen.

Aktualisiert am 25. Oktober 2026 · von Adlan Khatsuev
Unsere Inhalte ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Welpen, trächtigen oder säugenden Hündinnen, Übergewicht, Krankheit oder wenn dein Hund schlecht frisst, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Ob dein Hund zu schwer ist, erkennst du mit den Händen und einem Blick von oben: Bei einem Hund mit idealem Gewicht spürst du die Rippen leicht unter einer dünnen Fettschicht, und von oben ist hinter den Rippen eine Taille zu sehen. Fühlst du die Rippen nur mit Druck oder fehlt die Taille, ist er wahrscheinlich übergewichtig. Den Plan zum Abnehmen solltest du mit der Tierarztpraxis machen.
So prüfst du die Figur
Tierärztinnen und Tierärzte nutzen dafür den Body Condition Score, meist auf einer Skala von 1 bis 9. Ideal ist 4 bis 5. Du kannst ihn grob selbst einschätzen:
| Einschätzung | Rippen | Von oben | Von der Seite |
|---|---|---|---|
| Zu dünn | sichtbar, ohne Fett | starke Taille, Knochen sichtbar | stark hochgezogener Bauch |
| Ideal | leicht zu ertasten | Taille gut zu sehen | Bauch leicht hochgezogen |
| Übergewicht | nur mit Druck zu ertasten | Taille kaum zu sehen | Bauch kaum hochgezogen |
| Starkes Übergewicht | nicht zu ertasten | keine Taille, Rücken breit | Bauch hängt |
Wiege deinen Hund alle zwei bis vier Wochen und notiere das Gewicht. Kleine Hunde kannst du auf der Personenwaage wiegen: erst dich allein, dann mit dem Hund auf dem Arm. Große Hunde wiegt die Tierarztpraxis.
Warum Übergewicht schadet
Übergewicht belastet Gelenke, Herz und Atmung. Studien zeigen, dass übergewichtige Hunde häufiger an Gelenkerkrankungen und Diabetes leiden. In einer Langzeitstudie mit Labrador Retrievern (Kealy und Kollegen, Journal of the American Veterinary Medical Association, 2002) lebten die schlanker gefütterten Hunde im Mittel knapp zwei Jahre länger als ihre Geschwister mit mehr Futter.
Gesund abnehmen
- Tierarztpraxis zuerst: Sie prüft, ob eine Krankheit wie eine Schilddrüsenunterfunktion dahintersteckt, legt das Zielgewicht fest und berechnet die Futtermenge.
- Mit dem Zielgewicht rechnen: Die Energie für das Abnehmen wird meist aus dem Zielgewicht berechnet, nicht aus dem aktuellen. Die Leitlinien der AAHA nennen dafür etwa den Ruheenergiebedarf des Zielgewichts. Den Ruheenergiebedarf zeigt dir der Futterrechner, wenn du das Zielgewicht eingibst.
- Abwiegen: Futter jeden Tag auf der Waage abmessen, nicht nach Augenmaß.
- Leckerlis einrechnen: Belohnungen von der Tagesration nehmen, Gemüsestücke wie Gurke oder Karotte sind kalorienarme Alternativen. Was erlaubt ist, steht unter Obst und Gemüse für Hunde.
- Mehr Bewegung: längere Spaziergänge, Schwimmen oder Suchspiele, langsam gesteigert.
- Regelmäßig wiegen: alle ein bis zwei Wochen, damit du die Menge anpassen kannst.
Hilfen im Alltag
Lass das Futter für einen Teil der Ration auf einem Schnüffelteppich oder in einem Futterball suchen, dann frisst dein Hund langsamer und ist beschäftigt. Für schwere Hunde mit Gelenkproblemen erleichtert eine Hunderampe den Einstieg ins Auto und ein orthopädisches Hundebett das Liegen. Wie oft du die Tagesmenge verteilst, steht im Artikel Wie oft Hund füttern.
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Häufige Fragen
Wie schnell darf ein Hund abnehmen?
Langsam. Tierärztliche Leitlinien nennen meist etwa 1 bis 2 % des Körpergewichts pro Woche. Bei einem Hund mit 30 kg sind das 300 bis 600 g pro Woche. Nimmt er schneller ab, verliert er leicht Muskeln, und der Körper kann Schaden nehmen.
Hilft weniger Futter allein?
Einfach weniger vom gewohnten Futter zu geben, kann zu einem Mangel an Eiweiß, Vitaminen und Mineralien führen. Für eine Diät gibt es spezielle Futter mit weniger Energie und gleich viel Nährstoffen. Welches passt, legt am besten die Tierarztpraxis fest.
Welche Rassen neigen zu Übergewicht?
Häufig betroffen sind zum Beispiel Labrador Retriever, Beagle, Mops und Dackel. Auch kastrierte und ältere Hunde nehmen leichter zu, weil ihr Energiebedarf sinkt. Bei ihnen lohnt es sich, das Gewicht besonders regelmäßig zu prüfen.
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.