Hund zieht an der Leine: so übst du lockeres Laufen
Dein Hund zieht an der Leine? Warum Hunde ziehen, welche Übungen für Leinenführigkeit helfen, welche Ausrüstung passt und was du besser lässt.

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev
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Ein Hund zieht an der Leine, weil er gelernt hat, dass er so schneller dahin kommt, wo er hinwill. Um das zu ändern, sorgst du dafür, dass Ziehen nie zum Ziel führt und lockeres Laufen sich lohnt. Die einfachste Übung: Spannt sich die Leine, bleibst du stehen und gehst erst weiter, wenn sie wieder locker ist.
Warum Hunde ziehen
Hunde laufen von Natur aus schneller als Menschen, und draußen riecht alles spannend. Wird ein Hund für Zug immer wieder belohnt, weil der Mensch hinterhergeht, wird Ziehen zur Gewohnheit. Junge Hunde, Hunde mit viel Energie und Hunde, die selten Abwechslung bekommen, ziehen oft besonders stark.
Die Grundregeln
- Locker heißt weiter: Nur bei lockerer Leine geht es vorwärts.
- Belohnen, was du willst: Läuft dein Hund neben dir, lob ihn und gib ab und zu ein Leckerli an deinem Bein.
- Kurz und oft üben: Fünf Minuten konzentriertes Training bringen mehr als eine Stunde Kampf.
- Ablenkung steigern: Erst im Flur, dann im ruhigen Garten, dann auf der Straße.
- Freilauf trennen: Für Bewegung und Schnüffeln eignen sich Zeiten an der Schleppleine, damit das Training nicht jeden Spaziergang bestimmt.
Drei Übungen für die Leinenführigkeit
Stehenbleiben: Sobald die Leine spannt, bleibst du stehen. Wartet dein Hund, schaut zu dir oder kommt einen Schritt zurück, gehst du weiter. Am Anfang brauchst du dafür viel Geduld.
Richtungswechsel: Zieht dein Hund nach vorn, drehst du dich ruhig um und gehst in die andere Richtung. Holt er dich ein und läuft neben dir, lob ihn. Dein Hund lernt, auf dich zu achten.
Belohnungszone: Leg fest, auf welcher Seite er laufen soll, und belohne ihn immer genau dort, auf Höhe deines Beins. Bald hält er sich von selbst gern in dieser Zone auf.
Die passende Ausrüstung
- Geschirr: Ein gut sitzendes Geschirr verteilt den Druck auf die Brust und schont den Hals. Modelle mit einem zweiten Ring an der Brust wie das Ruffwear Front Range* lassen sich beim Training vorn einhaken. Welche Bauart passt, zeigt der Geschirr-Vergleich.
- Leine: 2 bis 3 m, am besten verstellbar, mit angenehmem Griff, etwa die gepolsterte HUNTER Führleine Neopren*. Mehr dazu in der Kaufberatung Hundeleine.
- Keine Roll-Leine im Training: Sie steht immer leicht unter Zug und belohnt damit das Ziehen.
Was du besser lässt
Ruck an der Leine, Anschreien und Hilfsmittel, die Schmerz oder Druck erzeugen, verunsichern deinen Hund und können ihn verletzen. Stachelhalsbänder sind in Deutschland verboten. Zieht dein Hund aus Angst oder weil er auf andere Hunde reagiert, hilft dir eine Hundetrainerin oder ein Hundetrainer, die mit Belohnung arbeiten.
Wie du deinen Hund außerhalb der Spaziergänge auslastest, damit er draußen ruhiger ist, steht im Ratgeber Hund beschäftigen.
Passende Kaufberatung
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis ein Hund an der Leine nicht mehr zieht?
Das hängt vom Hund, seinem Alter und davon ab, wie lange er das Ziehen schon gelernt hat. Erste Fortschritte zeigen sich oft nach wenigen Tagen konsequenten Übens. Bis es in jeder Situation klappt, vergehen häufig Wochen bis Monate.
Hilft ein Geschirr gegen das Ziehen?
Ein Geschirr schont Hals und Wirbelsäule, beendet das Ziehen aber nicht von allein. Manche Geschirre haben einen zusätzlichen Ring an der Brust. Wird die Leine dort befestigt, dreht der Hund sich beim Ziehen leicht zur Seite, was das Training unterstützen kann.
Sind Stachelhalsbänder erlaubt?
Nein. Die Tierschutz-Hundeverordnung verbietet seit 2022, Stachelhalsbänder oder andere für den Hund schmerzhafte Mittel zu verwenden. Auch Würger ohne Stopp setzen auf Schmerz und Druck und sind keine gute Lösung.
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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.