Hundezubehör-Ratgeber LogoHundezubehör-Ratgeber

BARF für Anfänger: Hund auf Rohfutter umstellen

BARF für Anfänger: was in die Ration gehört, die übliche Aufteilung, wie du umstellst, welche Risiken es gibt und warum ein geprüfter Plan wichtig ist.

Rohe Rinderbeinscheibe mit Petersilie auf einem Holzbrett
Foto: congerdesign / Pixabay

Aktualisiert am 25. Oktober 2026 · von Adlan Khatsuev

Werbung: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Mehr dazu

Unsere Inhalte ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Welpen, trächtigen oder säugenden Hündinnen, Übergewicht, Krankheit oder wenn dein Hund schlecht frisst, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Beim BARF fütterst du deinen Hund mit rohem Fleisch, Innereien, rohen fleischigen Knochen, etwas Gemüse und Obst sowie Öl und Zusätzen. Erwachsene Hunde bekommen meist 2 bis 3 % ihres Körpergewichts pro Tag, aufgeteilt in etwa 80 % tierische und 20 % pflanzliche Zutaten. Weil eine selbst gemischte Ration leicht unausgewogen wird, solltest du den Plan vor dem Umstellen von der Tierarztpraxis oder einer Ernährungsberatung für Hunde prüfen lassen.

Was in die Ration gehört

Bestandteil Wofür Beispiele
Muskelfleisch Eiweiß, Energie Rind, Pute, Lamm, Pferd
Pansen und Blättermagen Eiweiß, Ballaststoffe grüner Rinderpansen
Innereien Vitamine, Spurenelemente Leber, Niere, Milz
Rohe fleischige Knochen Kalzium und Phosphor Hühnerhälse, Brustbein, Lammrippen
Gemüse und Obst Ballaststoffe püriert: Zucchini, Karotte, Apfel
Öl und Zusätze Fettsäuren, Jod, Vitamin D Lachsöl, Seealgenmehl, nach Plan

Viele BARF-Ratgeber teilen den tierischen Anteil in 50 % Muskelfleisch, 20 % Pansen oder Blättermagen, 15 % Innereien und 15 % rohe fleischige Knochen. Das ist ein verbreitetes Schema aus der Praxis, keine wissenschaftliche Norm. Wie viel Gramm das für deinen Hund sind, rechnet der BARF-Rechner aus.

Welche Obst- und Gemüsesorten Hunde vertragen und welche giftig sind, steht im Ratgeber Obst und Gemüse für Hunde.

Die Risiken kennen

  • Nährstoffbalance: Eine Auswertung von BARF-Rationen an der LMU München (Dillitzer und Kollegen, British Journal of Nutrition, 2011) fand in vielen Plänen zu viel oder zu wenig Mineralien und Vitamine, etwa Kalzium, Jod, Vitamin D oder Zink. Fehler zeigen sich oft erst nach Monaten.
  • Keime: Rohes Fleisch kann Salmonellen, Listerien oder resistente Bakterien enthalten. Sie können den Hund und Menschen im Haushalt krank machen, besonders Kinder, Schwangere, Ältere und Menschen mit geschwächter Abwehr.
  • Knochen: Zu viele Knochen führen zu hartem Kot und Verstopfung, große, harte Knochen können Zähne beschädigen.

Hygiene in der Küche

  • Taue Fleisch im Kühlschrank auf, nicht bei Raumtemperatur.
  • Nutze eigene Bretter, Messer und Schüsseln für das Hundefutter.
  • Spül den Napf nach jeder Mahlzeit heiß aus, ein Edelstahlnapf wie der HUNTER Edelstahlnapf* lässt sich gut reinigen.
  • Wasch dir nach der Zubereitung gründlich die Hände.
  • Lass Reste nicht stehen, nimm den Napf nach dem Fressen weg.

So stellst du um

  1. Plan erstellen lassen: mit Tierarztpraxis oder Ernährungsberatung, passend zu Alter, Gewicht und Gesundheit.
  2. Mit einer Fleischsorte anfangen: etwa Pute oder Rind, dazu püriertes Gemüse. Viele Halter stellen von einem Tag auf den anderen um, andere mischen über einige Tage.
  3. Nach und nach ergänzen: erst wenn der Kot fest ist, Innereien und Knochen in kleinen Mengen dazugeben.
  4. Beobachten und wiegen: Kot, Fell und Gewicht zeigen dir, ob die Ration passt. Wiege alle zwei bis vier Wochen.
  5. Blutbild: Nach einigen Monaten lohnt eine Kontrolle in der Tierarztpraxis.

BARF oder Fertigfutter?

BARF ist eine Möglichkeit, aber kein Muss. Ein Alleinfuttermittel aus dem Handel deckt den Bedarf, wenn es nach den Vorgaben für Alleinfutter hergestellt ist. Wenn du keine Zeit für Planung und Zubereitung hast oder Menschen mit geschwächter Abwehr im Haushalt leben, ist Fertigfutter die einfachere Wahl. Wie oft du fütterst, steht im Artikel Wie oft Hund füttern, Begriffe wie Pansen oder RFK erklärt das Glossar.

Passende Kaufberatung

Häufige Fragen

Ist BARF gesünder als Fertigfutter?

Das ist wissenschaftlich nicht belegt. Ein gut zusammengestelltes Fertigfutter und eine gut geplante BARF-Ration können einen Hund beide vollständig versorgen. Untersuchungen selbst zusammengestellter Rationen finden aber häufig Fehler bei Mineralien und Vitaminen. Bei BARF kommt es deshalb auf den Plan an.

Darf ich meinen Welpen barfen?

Nur mit einem Plan von Fachleuten. Im Wachstum müssen Energie, Kalzium und Phosphor sehr genau stimmen. Zu viel oder zu wenig Kalzium kann das Skelett schädigen, gerade bei großen Rassen. Lass den Plan von der Tierarztpraxis oder einer Ernährungsberatung für Hunde erstellen.

Was darf beim BARF nicht in den Napf?

Gekochte Knochen, weil sie splittern, rohes Schweinefleisch wegen des Risikos der Aujeszkyschen Krankheit, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben und Rosinen, Avocado, Schokolade und Xylit. Rohe Hülsenfrüchte und rohe Kartoffeln sind ebenfalls ungeeignet.

Weitere Beiträge

Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.