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Hund Zähne putzen: so gewöhnst du ihn daran

Hund Zähne putzen: warum Zahnpflege wichtig ist, welche Zahnbürste und Zahnpasta passen, wie du deinen Hund daran gewöhnst und wann der Tierarzt ran muss.

Fröhlicher Hund mit offenem Maul, die Zähne sind gut zu sehen
Foto: angel1238812 / Pixabay

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev

Unsere Inhalte ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Welpen, trächtigen oder säugenden Hündinnen, Übergewicht, Krankheit oder wenn dein Hund schlecht frisst, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Am besten putzt du deinem Hund jeden Tag die Zähne, mit einer weichen Hundezahnbürste und einer Zahnpasta für Hunde. Gewöhn ihn langsam daran, erst mit dem Finger, dann mit der Bürste, und belohne jeden Schritt. Fest sitzender Zahnstein lässt sich mit der Bürste nicht mehr entfernen, das macht die Tierarztpraxis.

Warum Zahnpflege beim Hund wichtig ist

Auf den Zähnen bildet sich ständig ein weicher Belag aus Bakterien und Futterresten. Bleibt er liegen, verhärtet er zu Zahnstein. Am Zahnfleischrand kann daraus eine Entzündung werden, die bis in den Zahnhalteapparat geht. Typische Zeichen sind Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, gelbbraune Beläge und Zahnfleischbluten. Kleine Rassen sind häufig stärker betroffen, weil ihre Zähne eng stehen.

Was du brauchst

  • Zahnbürste für Hunde: weich, mit kleinem Kopf. Für den Anfang eignet sich eine Fingerzahnbürste aus Silikon, die du über den Finger ziehst.
  • Zahnpasta für Hunde: schäumt nicht, darf verschluckt werden und schmeckt oft nach Fleisch.
  • Belohnung: ein Stück aus der Tagesration oder ein kurzes Spiel.

Eine Kinderzahnbürste mit weichen Borsten geht für kleine Hunde auch, Zahnpasta für Menschen nicht.

Schritt für Schritt gewöhnen

  1. Lefzen anheben: Heb einige Tage lang kurz die Lefzen an, schau auf die Zähne und belohne.
  2. Finger: Streich mit dem Finger und etwas Hundezahnpasta über die Außenseite der Zähne.
  3. Fingerzahnbürste: Bürste damit wenige Sekunden die vorderen Zähne.
  4. Backenzähne: Arbeite dich nach hinten vor. Die großen Backenzähne im Oberkiefer haben oft den meisten Belag.
  5. Zahnbürste: Wechsle zur Bürste, halte sie leicht schräg zum Zahnfleischrand und mach kleine, kreisende Bewegungen.

Die Innenseiten der Zähne reinigt die Zunge zum Teil selbst. Konzentrier dich auf die Außenseiten. Plane mehrere Wochen für die Gewöhnung ein. Bei Welpen geht es oft schneller, bei erwachsenen Hunden aus dem Tierschutz langsamer.

Was zusätzlich hilft

  • Kauen: Kauartikel mit fester, aber nachgebender Struktur unterstützen die Zahnpflege. Gib sie unter Aufsicht und zieh die Kalorien von der Tagesration ab. Wie viel dein Hund braucht, zeigt der Futterrechner.
  • Gemüse zum Knabbern: Karottenstifte sind eine kalorienarme Alternative, mehr dazu im Ratgeber Obst und Gemüse für Hunde.
  • Kontrolle: Schau dir einmal pro Woche Zähne und Zahnfleisch an, am besten gleich beim Krallen schneiden oder Bürsten.

Wann der Tierarzt ran muss

Fester Zahnstein, lockere oder abgebrochene Zähne, starker Mundgeruch, Schwellungen im Gesicht oder ein Hund, der nur noch auf einer Seite kaut, gehören in die Tierarztpraxis. Zahnstein wird dort meist unter Narkose entfernt. Lass die Zähne bei der jährlichen Untersuchung mit ansehen, bei älteren Hunden besonders gründlich. Was Senioren sonst brauchen, steht auf der Seite Alter Hund.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meinem Hund die Zähne putzen?

Am wirksamsten ist tägliches Putzen, weil Zahnbelag sich innerhalb weniger Tage zu Zahnstein verhärtet. Schaffst du das nicht, sind mehrere Male pro Woche deutlich besser als gar nicht.

Darf ich meinem Hund normale Zahnpasta geben?

Nein. Zahnpasta für Menschen schäumt, ist zum Ausspucken gedacht und kann Fluorid in hoher Menge oder den Süßstoff Xylit enthalten, der für Hunde gefährlich ist. Nimm eine Zahnpasta für Hunde, die verschluckt werden darf.

Ersetzen Kauknochen das Zähneputzen?

Nein. Kauartikel können Belag an den Backenzähnen etwas abreiben, erreichen aber den Zahnfleischrand kaum. Sie sind eine Ergänzung. Harte Knochen, Geweih oder Steine können Zähne abbrechen lassen.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.